Unser Gehirn ist umgeben von Nervenwasser (Liquor cerebrospinalis). In dieser Flüssigkeit hat es verschiedene Substanzen, u.a. Zucker, Abwehrzellen und Eiweisse. Bei Entzündungen oder Infekten reagiert dieses Nervenwasser, in dem beispielsweise die Abwehrzellen (Zellzahl) vermehrt auftreten oder sich Veränderungen im Zucker- oder Säuregehalt (Laktat) ergeben. Die Nervenwasserpunktion gibt es seit mehr als 100 Jahren und ist eine bewährte Untersuchungsmethode. Dabei wird in der Regel auf Höhe der Lendenwirbelsäule, also unterhalb des Rückenmarkes, Nervenwasser entnommen und anschliessend im Labor auf Zellzahl, Zucker und Säuregehalt bestimmt. Auch bestimmte Entzündungseiweisse (z.B. oligoklonale Banden) können darin bestimmt werden. Der Liquor kann auch auf das Vorliegen verschiedener Infektionen (z.B. die Neuroborreliose) untersucht werden.

Die Untersuchung erfolgt im Sitzen oder im Liegen. Nach der Punktion sollte der Patient rund zwei Stunden liegen.

Die Untersuchung erfolgt im Sitzen oder im Liegen. Nach der Punktion sollte der Patient rund zwei Stunden liegen.